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Zum Tod von Johannes Mario Simmel und Gert Jonke

Der österreichische Schriftsteller Johannes Mario Simmel starb nach Angaben seiner Familie am 1. Jänner des neuen Jahres in der Schweiz. Der im Jahr 1924 in Wien geborene Simmel arbeitete zunächst als Journalist, ehe er sich nach Veröffentlichung seiner ersten Romane einen Stammplatz auf den europäischen Bestseller-Listen erschrieb. Seine rund 35 Romane, darunter belletristische Hot Spots wie etwa "Es muss nicht immer Kaviar sein" oder "Gott schützt die Liebenden" erschienen weltweit in einer Auflage von mehr als 73 Millionen und wurden in 30 Sprachen übersetzt. In seinen Werken engagierte sich Simmel, dem lange Zeit der Ruf eines "Trivialautors" vorauseilte, ehe schließlich auch das Feuilleton seinen literarisch-politischen Wert begriff, unter anderem gegen Rechtsradikalismus und für Pazifismus.

Anders als Simmel erschließt sich der 1946 in Klagenfurt geborene Gert Jonke weniger durch die Unmittelbarkeit seiner Sätze und Worte als durch deren komplexes System von Subtexten, das Elfriede Jelinek als "Spiel mit Seifenblasen" würdigte, wobei keine "Luft in den Blasen" sei, vielmehr ein "raffiniertes und genaues Denken". Jonke schrieb zahlreiche Hörspiele, Bühnenstücke und Romane, wofür er zahlreiche literarische Preise erhielt, 2002 etwa den Großen Österreichischen Staatspreis für Literatur. Der "gesittete Sprachkünstler", wie ihn Ralf Leonhard in der "taz" bezeichnet, starb 62-jährig in Wien.(M.Bauer/Stadtbibliothek)

Zum Nachlesen von Simmel und Jonke: Stadtbibliothek Purkersdorf, Di v. 15.00-18.00, Mi v. 8.30-14.00, Fr v. 14.00-18.00 und kommenden Samstag, 10. Jänner 2009 von 10.00-13.00.


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Letzte Änderung: 2009-01-07 - Stichwort - Sitemap

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