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Geburtstag von Gerhart Hauptmann |
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15. November 2006: Am 15. November 1862 wird Gerhart Hauptmann im schlesischen Ober-Salzbrunn als Sohn des Hotelbesitzers Robert Hauptmann und dessen Frau Maria geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Breslau beginnt er eine landwirtschaftliche Ausbildung auf dem Rittergut seines Onkels in Schlesien. 1880 tritt Hauptmann in die Bildhauerklasse an der Breslauer Königlichen Kunst- und Gewerbeschule ein. Drei Jahre später lässt er sich nach einer Mittelmeerreise in Rom als Bildhauer nieder. 1885 nimmt er erstmals Kontakt mit dem naturalistischen Berliner Dichterverein "Durch" auf. 1887 entsteht die Novelle "Bahnwärter Thiel". 1889 erfolgt die Gründung des Vereins "Freie Bühne", die zahlreiche Werke Hauptmanns in nichtöffentlichen und daher zensurfreien Vorstellungen uraufführt. Im Oktober des selben Jahres wird sein skandalumwittertes sozialkritisches Drama "Vor Sonnenaufgang" durch die "Freie Bühne" aufgeführt. Das Drama begründet und festigt Hauptmanns Ruf als führender Dramatiker der Moderne. 1892, nach einer Reise ins schlesische Webergebiet, stellt er sein bedeutendstes Werk, das gesellschaftskritische Drama "Die Weber", zunächst im schlesischen Dialekt als "De Waber" fertig. Kaiser Wilhelm II. kündigt nach der Uraufführung im Deutschen Theater seine dortige Loge, außerdem wird die Aufführung durch den Berliner Polizeipräsidenten verboten. Ein Jahr darauf erfolgt die Uraufführung der Komödie "Der Biberpelz" und der dramatischen Traumdichtung "Hanneles Himmelfahrt". Hauptmann gilt als einer der führenden Repräsentanten der modernen, politischen Dichtung. Im Oktober 1896 Jahres weigert sich Kaiser Wilhelm II., dem Schriftsteller den Königlichen Schillerpreis zu verleihen. Nachdem er 1903 in einem Prozeß gegen eine Landarbeiterin, die wegen Kindesmords angeklagt ist, als Geschworener teilgenommen hat, schreibt Hauptmann das Schauspiel "Rose Bernd", das noch im selben Jahr uraufgeführt wird. 1910 erscheint sein erstes großes episches Werk "Der Narr in Christo Emanuel Quint" in der "Neuen Rundschau". Ein Jahr später wird im Lessing Theater in Berlin sein Schauspiel "Die Ratten" uraufgeführt. 1912 erhält Gerhart Hauptmann den Nobelpreis für Literatur. Im November 1918 beginnt er sich politisch zu engagieren: Im "Berliner Tageblatt" wird eine von zahlreichen Intellektuellen und Künstlern unterschriebene Erklärung Hauptmanns veröffentlicht, in die Bereitschaft deutlich gemacht wird, am Neuaufbau Deutschlands mitzuwirken. Hauptmann beginnt, seine Autorität als Schriftsteller aktiv und offensiv in den Dienst der jungen Republik zu stellen. Im Jahr 1932, ein Jahr vor der Machtergreifung Hitlers in Deutschland, erfolgt die letzte Uraufführung eines seiner Dramen zu seinen Lebzeiten mit dem symbolischen Titel "Vor Sonnenuntergang". Zur Enttäuschung Vieler schweigt Hauptmann indes zum Nationalsozialismus und zieht sich zur Gänze aus dem öffentlichen Leben zurück. 1940 erfolgt der Beginn der Arbeit zur so genannten "Atriden-Tetralogie als Porträt der nationalsozialistischen Herrschaft. Am 6. Juni 1946 stirbt Gerhart Hauptmann 84-jährig; sein Leichnam wird im Kloster auf Hiddensee beigesetzt. Manfred Bauer Werke von Gerhart Hauptmann können in der Stadtbibliothek Purkersdorf ausgeliehen werden.
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| Letzte Änderung: 2006-11-14 - Stichwort - Sitemap | ||||